Mittwoch, 4. August 2021

So geht's mir gerade:

Ein bisschen hin- und hergerissen zwischen den Stricknadeln und der Nähmaschine. Aber eigentlich geht beides gut zusammen. Wenn ich mich in meinem Zimmer umschaue finde ich zumindest immer beides. Zu stricken finde ich zur Zeit so gemütlich! Am Wochenende war Verena bei mir zu Besuch und wir saßen auf dem Balkon mit Kaffee und Kuchen und waren uns komplett einig: Stricken holt einen einfach runter. Zum Entspannen ist es genau die richtige Handarbeit. Wohl auch, weil man sich während dessen auch noch wunderbar unterhalten kann. Stricknadeln klappern eben nicht so laut.

Und so langsam kann man sich schon auf den Herbst eingrooven. Natürlich will ich auch noch ein paar heiße Augusttage und den Alt-Weiber-Sommer (so ein bescheuerter Name!) im September, am besten bis in den Oktober hinein. Denn kalt ist es dann wieder lang genug! Aber jetzt, wo die kühleren und regnerischen Tage nur eine kleine, schnell vergessene Warnung vor dem was kommt, bedeuten, kann man das genießen. Ein Kaffee, ein Strickzeug und eventuell eine schnulzige Netflixserie – damit lässt es sich vortrefflich aushalten!




Donnerstag, 29. Juli 2021

Bee Blöcke

Ich nähe aktuell in 2 Bees, dem BeeGermany, dem ich nach einem Jahr Pause wieder sehr sehr gern beigetreten bin. Und den im Coronajahr 2020 gegründeten MMQ-Bee. Wenn der auch im zweiten Halbjahr ruht, wir hoffen darauf, dass die Kultüren in diesem Jahr stattfinden können und nähen derweil an unseren Ausstellungsquilt (theoretisch!), denke ich, dass wir nach den Kultüren oder im nächsten Jahr, wieder weitermachen werden. 

Leider bin ich im posten der genähten Blöcke nicht sehr zuverlässig. Das ist schade! Allerdings ist die Tatsache, dass nun eine geballte Ladung an Bildern kommt, auch nicht schlecht. Sieht man so doch die Vielfalt von Beeaufgaben sehr gut. Und das ist ja absolut einer der Gründe, weshalb nähen in einer Bee so viel Spaß macht und aber auch eine Herausforderung ist. Mal schauen:


Diese beiden Blöcke müssen ziemlich am Anfang des Jahres entstanden sein und zwar im BeeGermany für Andrea (Quiltmanufaktur), Das besondere war, dass die Spitzen, die die Sternstrahlen bilden, mit FPP (Foundation Paper Piecing) genäht wurden.


Diese beiden Sterne habe ich auch für den BeeGermany genäht. Es sind zwei Blöcke aus dem 12 Blöcke-6 Köpfe-Sampler von 2019. Da fällt mir ein, dass ich für diesen Sampler auch etliche Blöcke genäht habe. Ich möchte den Quilt noch dringend fertig machen!


Diesen Stern habe ich für den MMQ Bee genäht. Dass besondere daran ist, dass ich mir die Mitte des Sterns aus einer umfangreichen Liste an Möglichkeiten aussuchen konnte. Jeder Stern des Quilts sollte anders aussehen. In dieser Bee haben wir die gewünschten Blöcke immer auch mit eigenen Stoffen genäht bzw. ergänzt.


Diese Bücher sind auch für den MMQ Bee entstanden. Den Hintergrundstoff habe ich bekommen und den Buchrücken glaube ich auch! Aber die Buchcover sind aus meinen Stoffen ausgewählt worden. Witzig, dass ich mal Buchcover an der Nähmaschine entstehen lasse. In meinem Beruf gestalte ich die ja am Computer!


Eine Blume ist eine Blume, ist eine Blume! Auch für den MMQ und gerade erst in diesem Monat entstanden. Der Rückseitenstoff, der Blumenstiel und das Blatt kamen per Post. Die Blüte ist aus meinem Vorrat dazugekommen. Hier sieht man auch wieder die Vorzüge dieser Bee Idee. So kommt man zu Stoffen, die den Quilt abwechslungsreich werden lassen und die man eben nicht unbedingt im eigenen Stash hat!


Wieder eine FPP-Aufgabe, dieses Mal für den BeeGermany. Die Stoffe sind selbst gefärbt, bzw gebatikt. Sie sind also absolut einzigartig und ich bin sicher, der Quilt wird es auch!


Aus jeder Menge Resten, auch den kleinsten, ist dieser Block für den BeeGermany entstanden. Ich bekam einen Beutel voll davon und hatte den Eindruck, dass ich den Beutel genau so voll wieder zurück geschickt habe. So geht es mir mit meinen Stoffresten aber auch immer. Obwohl ich seit einem Jahr nur aus meinem Stash nähe, wird der überhaupt nicht weniger.


Und zum Schluss diese beiden Blöcke als Aufgabe für den MMQ Bee. In diesem Fall kamen die Stoffe komplett von Verena. Ich habe mir gleich den orangen und blauen Stoff gekauft, die beiden haben mir einfach zu gut gefallen.

Das war jetzt ein schöner Querschnitt, oder? An jedem einzelnen Block nähe ich so zwischen einer bis drei Stunden, je nach Schwierigkeitsgrad, der natürlich sehr individuell ist. Was der einen leicht durch die Maschine flutscht, ist für die andere eine Herausforderung. Oft passiert es, dass sich beim Nähen der Aufgaben eigene Ideen entwickeln. Auch das ist ein Benefit des Nähens in einer Beegruppe. 

Der Hauptgrund für das Nähen in einer Bee ist und bleibt für mich aber das gemeinsame Nähen mit einer Gruppe von Frauen. Die kennenzulernen oder schon zu kennen, ist einfach toll. Ich möchte es nicht missen.

Montag, 19. Juli 2021

Mal wieder Täschchen …






 … und das Nähen macht immer noch Spaß! Und es ist eine so schöne Möglichkeit Stoffrestchen zu reduzieren. Allerdings kann ich, wenn es darum geht, noch eine ganze Menge Täschchen nähen! Schöne Geschenke sind sie allemal, diese hier gehen an eine liebe gute Bekannte nach Israel. 

Dienstag, 6. Juli 2021

Wird das was?

 Keine Ahnung! Der Plan war, meine Denyse-Schmidt-Stoffe zu reduzieren. Ich habe wirklich viele und auch viele Reste, also sehr kleine Stücke aus verschiedenen Kollektionen. Mir sind und waren die immer sehr teuer und ich wollte etwas Gutes daraus machen. Das Besondere an den verschiedenen Kollektionen ist ja, dass sie eigentlich immer miteinander kombinierbar sind. Und in gewisser Weise stimmt das auch. Es kommt nie zu schmerzhaften Farbkombis. Allerdings kann der Mustermix vielleicht auch etwas zu viel werden. Kann gut sein, dass das hier der Fall ist. Anderseits: It`s Patchwork! 

Mittlerweile bin ich mit meinen Blöcken eh schon zu weit gekommen, um noch zurückzurudern und die Stoffe sind mir in jedem Fall zu wertvoll um das Projekt sogar wegzuwerfen.

Seit ich damit begonnen habe, habe ich die Blöcke auf dem Boden ausgelegt und wann immer ich daran vorbeigelaufen bin, hat es mir mal gefallen und dann auch wieder nicht. Nun, da ich Fotos gemacht habe, gefällt mir das Projekt wieder ganz gut! Schaut mal:




Den Block habe ich übrigens bei Blue Elephant Stitches gefunden und sie nennt ihren Quilt "Gone Camping Stars Quilt". Ich denke, das ist kein offizieller Name des Blocks und ich mag mich nicht durch Bücher oder das Internet wühlen, um das herauszubekommen. Wenn der Quilt mal fertig ist, werde ich ihm einen eigenen Namen geben und der Blockname bleibt bis auf Weiteres unbekannt.

Mittwoch, 23. Juni 2021

Projektkissen

Dieses mal geht es um einen Notfall! Und der sieht so aus:

Ist klar, oder? Der Notruf kam von meiner Tochter: "Mami, wenn du mal wieder Zeit hast …!" Und ich hatte Zeit. Ich liebe nämlich diese kleinen Projekte, die an einem Nachmittag zu machen sind. Eben, weil sie fertig werden und man vom Plan bis zur Fertigstellung nur einige Stunden braucht. Einfach was für Zwischendurch.

Stoffe und Block hatte ich schon vorher mit meiner Tochter ausgesucht. Natürlich hat sie ihre eigenen Vorstellungen und einen anderen Farbgeschmack. Das macht es interessant. Und erzeugt neue Möglichkeiten. Der Block, den wir ausgesucht haben, ist aus dem Buch "The Quilts Block Cook Book" und heißt "Starboard". Es wird nicht der letzte Block sein, den ich daraus nähe. Es ist, wie es immer ist, ich habe einen Plan für etwas Neues. Mal sehen. Hier kommt erst einmal das Kissen:






Montag, 7. Juni 2021

Projektkisten

 Es gab ja Zeiten da konnte ich mir nicht vorstellen, an mehr als einem Quilt zu arbeiten. "Zwischendurch mal schnell" ein Kissen oder Täschchen zu nähen? No way! Immer eins nach dem anderen war meine Devise. Nun, die Zeiten sind vorbei. Eigentlich schon seit einiger Zeit. Und manchmal denke ich: "Wärest du doch bei deinem alten System geblieben!" Irgendwann habe ich dann angefangen Projektkisten anzulegen. So habe ich wenigstens eine Idee, egal in welchem Stadium, in einem Karton aufgeräumt und kann darauf zugreifen, wenn ich Lust darauf habe. Ich versuche, dass es es nicht all zu viele Projektkisten werden.

(Mittlerweile kommt mir immer öfter das Stricken dazwischen, aber ich arbeite immer nur an einem Projekt. Ganz bestimmt! Das habe ich mir geschworen).

Sonntag war Projektkistentag. Schuld war das Staubwischen. Mir ist dabei nämlich ein Projekt in die Finger gekommen, dass ich unbedingt fertig machen wollte, zumal ich schon ziemlich weit damit gekommen bin. Es stand seit einiger Zeit in Konkurrenz mit einem Restequilt, in dem ich nahezu ausschließlich meine Denyse Schmidt Stoffe verarbeiten will. Die Anregung dazu bekam ich einmal mehr bei Blue Elephant Stitches

So sieht es damit aus, aber nun ist erst einmal der Deckel drauf. Stattdessen hat sich diese Kiste geöffnet (und ist mittlerweile geleert!)

Das sah schon nach etwas mehr aus, oder? Es waren genau noch 8 Bearpaw Blöcke zu nähen und die waren schon zugeschnitten. Auch hier habe ich mit Stoffen aus meinen Vorrats-Kisten(!) genäht, und der Hintergrundstoff ist ein sehr weiches altes Leinen, dass ich mal auf der Auer Dult gekauft habe. Ein bisschen schwer zu nähen aber mit wunderschöner Wirkung! Die Blöcke sind schnell fertig und weil ich sie auf die Spitze stellen will, musste ich noch die Eckstücke zuschneiden. Ausserdem will ich einen Farbverlauf haben, von Dunkel nach Hell und so habe ich noch eine Reihe nur aus Leinenblöcken eingefügt. 

Irgendwann hat mich der Quiltflow gepackt und ich habe bis spät abends ("egal jetzt mit dem Tatort!") die Reihen zusammengenäht. Es wäre schön gewesen, das Quilttop komplett fertig zu bekommen, aber irgendwann war es dann einfach zu spät und ich zu müde. Aber der Quilt liegt in meinem Zimmer auf dem Boden und wartet auf den nächsten Flow. In die Kiste kommt er auf jeden Fall nicht mehr zurück!




Montag, 3. Mai 2021

Gute Nachrichten

Schon im vergangenen Jahr hat mich mein großes Mädchen mit der Nachricht überrascht, dass ich Oma werde! Was für eine Freude! Ich habe schon etliche Babyquilts genäht und verschenkt oder auch verkauft. Für meine eigenen Kinder sind es dann schon große – aber in keinem Fall Babyquilts geworden. Bis jetzt! Was für ein Spass das war. Und wie gern ich daran genäht habe. Und wie froh ich war, dass mir meine Nähmädels der Munich Modern Quilter geholfen haben. Denn ich wollte einen großen Babyquilt machen. Einen, der ein paar Jahre hält. Hier ist er:


130 kleine Blöckchen habe ich gebraucht und vernäht. Nein, Stoffe habe ich nicht neu gekauft, ich habe aus meinem Stash geschöpft. Und darin sind tatsächlich immer noch einige zu finden, die ich gekauft habe, als meine Kinder noch klein waren. Allein die vielen rosa, hellgelb, lindgrün- und hellblauen Stoffe zeugen davon. 


Ich habe in der Naht gequiltet und dann noch "ein bisschen" von Hand. Mein Zeigefinger ist noch immer zerstört, ich denke, das gibt eine Hornhaut – wenn ich Glück habe. 


Das Vlies habe ich bei Verena einfach bunt gekauft. Nach einigen Überlegungen habe ich mich zu einem Gemisch aus 80% Baumwolle und 20% Polyester beraten lassen. Der Quilts wird was aushalten müssen. Das bedeutet viele Wäschen. Und dafür ist ein bisschen Synthetik bestimmt eine gute Lösung.


Hier, auf der Rückseite, sieht man das Quilting ganz gut. Und auch ein Stoffschätzchen in Gelb mit Kreisen und Punkten, dass ich schon sehr sehr lange gehütete habe und irgendwann nicht mehr wusste, wofür ich ihn hüten wollte. (Das geht mir im übrigen öfter so!)


Der Block heißt übrigens "Four Patch in a Square" und ich habe ihn bei Blue Elephant Stitches gefunden. Ein Tutorial dazu gibt es hier.



Hach, da sieht man, dass ich durchaus nicht immer passgenau gearbeitet habe. Es stört mich nicht. Es ist jede Menge Liebe drin verarbeitet und Vorfreude. In ein paar Tagen liegt so Gott will ein kleines Baby darauf, ein Mädchen übrigens. Wir freuen uns!

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Free Motion Quilting


Eigentlich hätten am vergangenen Wochenende die Kultüren stattgefunden. Ich hätte mit all den Ladies der MunichModernQuilter die Ausstellung vorbereitet, ein Programm überlegt, Ausstellungsquilts festgelegt, eine Probe zum Aufhängen in der Stephanuskirche gemacht und schließlich am Ausstellungssamstag die Türen der Kirche geöffnet und uns über viele Besucher gefreut. Wir hätten viele Gespräche geführt, gefachsimpelt und Techniken gezeigt. Ja, das alles hätte so sein können.

Es ist aber gerade nicht so und ich denke, wir alle sind froh, dass bei den jetzt so dramatisch steigenden Ansteckungszahlen, die Kultüren eben nicht statt gefunden haben. Kein Quilt, kein Kunstwerk wäre es wert gewesen, angeschaut zu werden, wenn sich jemand dabei angesteckt und krank geworden wäre. Ich will hier, vielleicht auch einfach um mich zu positionieren, erklären, dass ich überzeugte Maskenträgerin und Abstandhalterin bin und ja, ich wasche auch noch immer meine Hände sehr sehr gründlich, wenn ich nach Haus oder zurück ins Büro komme. Wenn doch erwiesenermaßen diese drei Dinge dabei helfen, die Pandemie einzudämmen und damit Leben zu retten, was um Himmels willen, spricht denn dagegen? Was für eine Kleinigkeit im Vergleich zu dem, was alles gerade passiert und noch passieren kann.

Es ist nicht verwunderlich, dass ich zur Zeit ziemlich viel nähe (und auch stricke). Das Wetter ist oft danach und die Zeit habe ich nun auch. Ich glaube, es sind bereits drei Quilts, die ich in diesem Jahr genäht habe und drei Projekte liegen auf meinem Nähtisch und wollen erst noch fertig gestellt werden. Immer noch bin ich dabei aus meinem Vorrat zu nähen, und der letzte Quilt ist fast ausschließlich aus Stoffen, die ich vor 5 oder sogar 10 Jahren gekauft habe. In der letzten Woche habe ich dieses Schätzchen dann gequiltet und ein Video dazu gemacht. Denn während der Kultüren werde ich immer wieder gefragt, wie denn nun Free Motion Quilting funktioniert und ich erkläre das immer gern und führe es auch vor. Immer gebe ich den Rat "Probier es doch einfach, trau dich!" Und das ist auch das ganze Geheimnis daran. Man muss es ausprobieren. Vielleicht nicht gleich an einem großen Quilt. Besser erst einmal in Gedanken, dann an einem Probestück und dann an einem Kissen. Wenn man dann seinen Flow gefunden hat und sich damit sicher fühlt, kann man sich an einen Quilt machen. Vielleicht hilft mein Video oder dieser Post, dass sich jemand traut und es einfach ausprobiert.

Das gute ist, diese Quiltmethode verzeiht so viel! Anders als bei Straightlines, bei denen man immer aufpassen muss, dass man gut vorsteckt oder klebt, sich immer wieder vergewissern muss, dass man keine Falten produziert und vielleicht beim sich kreuzen der Straightlines kleine Fältchen unvermeidbar sind (vor allem, wenn man keinen Fuß mit Oberstoff-Transporteur hat), sind kleine Verschiebungen beim Freemotion Quilting nicht so schlimm. Besser noch, sie fallen oftmals nicht einmal auf oder verschwinden mit dem ersten Waschen sogar ganz. 

Allerdings ist es auch wichtig, dass man mit sich selbst nicht allzu streng ist. Was wir als Quilterinnen sehen, fällt anderen gar nicht auf. Denn niemand verfolgt die genähten Linien mit den Augen und sucht nach einer Stelle, die vielleicht nicht so perfekt ist. Aus der Ferne betrachtet entfaltet der Quilt seine gesamte Schönheit, und darauf kommt es an!

Bevor ich aber beginne, muss die Nähmaschine entsprechend eingestellt sein. Ich nehme meinen Stickfuss und muss den Stofftransport versenken. Die Stichlänge stelle ich auf "0". Manche Maschinen haben ja eine Einstellung für gleichmäßige Stichlängen, meine hat das allerdings nicht. Ich quilte lieber kleinere Stiche als zu große. Besonders in Kurven zahlt sich das aus, denn ich bin dabei sicherer, dass die Maschine keinen Stich auslässt oder den Unterfaden zu eng spannt.

Mein Lieblings-Free Motion Muster sieht so aus: (Es gibt natürlich noch viele andere Möglichkeiten mit Rundungen, Schleifen, Ecken und so weiter, und so weiter …)


Ich beginne damit am Rand des Quilts und arbeite mich in Reihen bis zum anderen Rand vor. Die Blöcke oder Reihen helfen mir bei der Orientierung. Wenn die Reihen nicht gut sichtbar sind, muss man etwas improvisieren und genauer schauen, dass man in der Reihe bleibt. Natürlich kann dein (und wird wahrscheinlich sogar) mehr als nur vier Reihen haben. Das Prinzip ist aber, sich von der Mitte nach links bzw. dann nach rechts außen vorzuarbeiten. Hier sieht man, wie ich mir die Arbeit aufteile:


Mal angenommen, der Quilt besteht aus 4 Blockreihen, beginne ich von der Mitte aus (Reihe 1) und quilte in Längsrichtung nach unten. In der Längsrichtung deshalb, weil dann nicht zu viel des gesteckten Quilts eingerollt und durch die Maschine geschoben werden muss. Es ist schon so ein kleiner Kraftakt. Ich habe den gesteckten Quilt dabei auf dem Schoß liegen. Ich habe aber auch schon gesehen, dass man sich den Quilt wie einen eingerollten Teppich über die Schulter legen kann. Hier muss man einfach ausprobieren, was einem am besten gefällt. Die erste Reihe ist für mich immer die schwierigste. Je weiter man nach außen kommt, und je mehr Fläche schon gequiltet ist, um so besser gelingt es. (Dass die erste Reihe im meinen Augen nicht so toll ist, sieht allerdings wie schon gesagt am fertigen Quilt am Ende niemand!)

Noch ein paar Tipps:
1. Beginne mit einem Probestück um die Fadenspannung zu kontrollieren und in den Flow zu kommen.
2. Räume deinen Tisch frei. Du brauchst den Platz für den Quilt. Außerdem wandern die Gegenstände durch die Vibrationen des quiltens unweigerlich zum Tischrand und fallen irgendwann herunter.
3. Nimm dir Zeit, du musst nicht den ganzen Quilt an einem Tag quilten.
4. Mach mal eine Pause, meistens werden danach die Rundungen runder und das Ergebnis schöner.
5. Überprüfe zwischendurch immer mal wieder, ob auch die Rückseite schön aussieht und sich nicht etwa der Unterfaden zusammenzieht.
6. Stelle die Maschine so ein, dass du mit versenkter Nadel endest. So verschiebt sich nichts, wenn du umgreifen musst oder eine neue Spule brauchst. 

Der Post ist länger geworden als gedacht und ich habe bestimmt etwas vergessen oder nicht ausreichend erklärt. Weitere Fragen beantworte ich gern. jetzt hoffe ich erst einmal, dass mein Post Mut macht! Viel Spaß beim ausprobieren!

Freitag, 28. August 2020

Pinwheel Quilt





Lange angekündigt – und da sind nun die Bilder von meinem Pinwheel Quilt. Neben meinen anderen Vorsätzen will ich ja in diesem Jahr vor allen Dingen aus meinem Stoffvorrat nähen und möglichst nichts dazu kaufen (Rückseiten sind davon ausgenommen, denn so große Stücke habe ich eh nicht mehr). Und so habe ich mich als erstes über meine grünen und türkisfarbenen Stoffe hergemacht, denn davon habe ich richtig viele. Darüber hinaus war dies ein Projekt, bei dem ich nicht viel nachdenken wollte. Einfach nähen und gut! Ich habe mich dabei immer wieder über die verschiedenen Stoffe gefreut und mich dann gewundert, was ich mit dem einen oder anderen wohl vorgehabt habe.

Das ist aber auch genau der Grund, warum ich mich jetzt mal über meinen Stash hermachen will und muss! In meiner Ausstellung in der Borstei habe ich einige Stoffbündel verkauft, bestehend aus Stoffen, mit denen ich einfach nichts mehr anfangen konnte. Und das, obwohl ich wusste, das mal man Herz dran gehangen hatte. Ewig habe ich mich nicht reinzuschneiden getraut und dann war die Zeit darüber hinweg gegangen. Daraus kann man doch was lernen, oder.

Gut, diese erste Resteverwertung ist schon einmal gelungen, finde ich!

Dienstag, 25. August 2020

Bei meinem Mädchen




Da muss ich schon ein bisschen angeben und gleich drei Bilder zeigen. Der Geburtstagsquilt für meine Tochter hat nun seinen Platz gefunden und ist mit ihr zusammen in die erste eigene Wohnung eingezogen. Das sieht sehr hübsch aus, finde ich. Und es ist auch schön zu sehen, dass etliche Kissen, die ich über die Jahre hinweg genäht und verschenkt habe, immer noch geliebt werden. In diesen schlimmen Zeiten, in denen wir uns nicht mehr so oft sehen können wir vor einem halben Jahr, ist es tröstlich für mich mit meinem Quilts bei ihr zu sein.