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Samstag, 30. Mai 2015

So süß ...

Ist es nicht zuckersüß, dieses Kissen in Pink-Orange? Ich habe es vor einem guten halben Jahr im Urlaub angefangen und nun ist es endlich fertig! Wieder ein Stück aus dieser gewissen Kiste, in der gern mal angefangenes verdrängtes oder verplantes landet. Ich will die Kiste leer bekommen und das Kissen ist mal wieder ein Schritt weiter. Dieses Mal habe ich die Rückseite ganz schlicht gelassen. Von diesem rosa Karo habe ich noch immer ein paar Meter, ich hab den Stoff von einer Nachbarin bekommen, die ihn nicht mehr haben wollte. Dabei ist das eine tolle Baumwolle. Auch der weiße Stoff vorn ist ein Geschenk. Ich glaube, eine Baumwolle-Leinen-Mischung. Eine wunderschöne weiche Qualität. Wie auch immer, das Kissen ist fertig und ich freue mich!




Dienstag, 26. Mai 2015

Kissen in Grau und Orange




Die Idee zu diesem Kissen bekam ich von Andrea in einem Moment, in dem ich ein bisschen was zum Handnähen fürs Sofa aber auch für die MMQ-Gruppe gsucht habe, in der es immer wieder mal schön ist, wenn man eine Handarbeit dabei hat, mit der man ganz gut "ratschen" kann. Und so habe ich die Näherei immer mit mir rumgezogen aber zum Glück nie ganz zur Seite gelegt. (Ich habe da so eine Kiste, in der ganz gern Projekte verschwinden …).

Nun freue ich mich, dass ich durchgehalten habe, denn das Kissen gefällt mir richtig gut! Ich muss hier mit meinen Lieben schon wieder aufpassen, dass es ein wenigstens etwas bei mir bleibt. Ich habe Andreas's Rat befolgt und den Dreieckskranz ein Stück kleiner angelegt, damit er nicht im bezogenen Kissen verschwindet, ich denke aber, man könnte ihn gut noch etwas kleiner machen. Ich nähe die Bezüge nämlich immer ein bisschen knapp, weil ich es mag. wenn sie dann gut befüllt und prall sind. Das gibt einen größeren Kuschelfaktor.

Das Bild habe ich gestern auf meinem Balkon gemacht, weil ich die Sonne erwischen wollte. Bitte was ist das denn für ein Wonnemonat? Strickjacke und warme Strümpfe? Wenn das so weitergeht, hole ich meine Strickzeug heraus!

Sonntag, 24. Mai 2015

... Und fertig

ist der Quilt, an dem ich so lang gearbeitet habe. Vielleicht hat es auch so lang gedauert, weil es eine so traurige Geschichte dazu zu erzählen gibt. Der Quilt ist für einen Freund von mir, den ich sehr mag. Ich bewundere ihn für seine Arbeit, er ist Künstler, und für seine Art mit Menschen und dem Leben umzugehen. Vor ein paar Jahren trafen ihn zwei Schicksalsschläge. Er verlor seine Frau und in dem Haus, in dem er wohnte Bach ein Feuer aus und machte nahezu alle Wohnungen unbewohnbar. Er stand buchstäblich auf der Straße, konnte zeitweise bei Freunden unterkommen, hoffte lange Zeit in seine Wohnung zurückkehren zu können und musste erfahren, dass das Haus luxussaniert wurde und das Wohnen darin zu teuer werden würde. 
Irgendwann war eine neue Wohnung gefunden, allerdings viel kleiner, er war ja nun allein. Deshalb verschenkte er viele Möbel, die nun keinen Platz mehr hatten und Hausrat, der nicht mehr gebraucht wurde. Unter anderem auch einige Meter Stoff, den er mit seiner Frau zusammen in einem Frankreichurlaub gekauft hatte. Ihr ahnt es schon, ich bekam den Stoff geschenkt und wusste eigentlich gleich, dass ich ihm einen Quilt daraus nähen würde. Während der Arbeit daran ging mir nie seine Geschichte aus dem Kopf und immer hat es mich beeindruckt, wie er damit umging. Alles, was ihn bedrückt und traurig macht, verarbeitet er in seinen Bildern. Nur sieht man das in den Bildern nicht! Die sind nicht traurig oder schwermütig. Sie sind grafisch, filigran, aus unendlich vielen sich kreuzenden Linien zusammengesetzt. Sie sind wunderschön!
Ich hoffe, mein Freund mag diesen Quilt. Ich hoffe, dass er sich freut, dass seine Stoffe nun auf diese Art zu ihm zurückkommen. Und ich freue mich, dass ich ein kleines Stück seiner Geschichte geworden bin.