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Mittwoch, 23. Juli 2014

Noch ein Kissen



Jep, hier ist noch eines. Ich habe den Bezug etwas kleiner genäht, um mehr Volumen (also größerer Kuschelfaktor) zu bekommen. Mir gefällt das etwas besser, allerdings kommt bei der "platteren" Version das Muster besser raus, oder? In jedem Fall gefällt mir die Farbkombi gut. So gut, dass ich durchaus über einen Quilt nachdenken mag. Nachdenken, schon klar, denn zuerst kommen die fast fertigen. Las Basicstoff habe ich hier wie auch bei dem anderen Bezug mit "Ditte" gearbeitet. Gar nicht schlecht. Ich mag die Farbe, ein schönes Beige. Und die Struktur, die etwas gröber ist taugt mir auch.


Freitag, 18. Juli 2014

Und dann ist er doch schön ...

... Der Quilt, der mich so viele Nerven gekostet hat. Gute 2 x 1,5 m ist er groß und ganz und gar mit der Maschine gequiltet. Inklusive dem mit der Maschine genähtem Binding. Das ist mir gut gelungen! Und auch das Quilting selbst. Liegt es nun daran dass ich so unbeschwert losgelegt habe, oder daran, dass ich gerade einen anderen Quilt und ein Kissen gemacht habe und einfach im Schwung war, oder kann ich es jetzt einfach? Wie auch immer, mit diesem Ergebnis bin ich zufrieden. Dieser Quilt ist der erste von einigen angefangenen Arbeiten, die nun fertig werden sollen, bevor ich etwas Neues beginne. Das ist schwierig, aber ein fester Vorsatz, um den ich mich nicht herumnörgeln will. Und das Ergebnis gibt mir ja recht. Es wär schade gewesen, wenn dieser hier nur halbfertig herum gelegen wäre.

Dienstag, 15. Juli 2014

Täschchen - mal wieder

Die hatte ich noch gar nicht gezeigt, dabei gefallen sie mir so gut! Ich verrate es jetzt mal. Ich bereite mich langsam für eine Ausstellung vor! Ja, und zwar mit den Munich Modern Quilters! Es ist noch Zeit bis dahin, im Oktober ist es so weit. Bis dahin werde ich bestimmt noch oft und oft davon berichten. Natürlich werden jede Menge Quilts ausgestellt, aber ein bisschen "Kleinkram" zu zeigen, ist ja auch keine schlechte Idee.


Samstag, 12. Juli 2014

Mein Kissen

Ganz bestimmt! Aber ich will's mal versuchen. Ein wilder Mix aus Mustern und Stoffen, zumindest aber die ähnliche "Temperatur". Ich will nur ein Kissen nähen, denn mir steht der Sinn nach etwas kleinem, das heute fertig wird und ein Kissen passt zum Wetter. Wie erinnern uns? Eigentlich ist nämlich Sommer!





Freitag, 11. Juli 2014

Schön ...

Gestern bin ich fertig geworden. Viel später als gedacht, aber bei diesen Fußballspielen der letzten Tage kann man unmöglich nähen. Ich hab mir gleich zwei mal in den Finger gestochen und ein mal in die Lippe (!!). Dieser Quilt hat großen Spaß gemacht, er ist komplett aus meinem stash, nur für die Rückseite habe ich Quilters Linen in hellgrau gekauft. Eine gute Entscheidung, der Kontrast zur Vorderseite gefällt mir sehr gut. Aber schaut selbst:

Sonntag, 6. Juli 2014

Bee-Block im Juni

Ja, ich weiß, es ist Juli, Ich bin trotzdem erst heute fertig geworden und das Ergebnis lässt sich sehen. Ulrike hatte uns schon alle Teile zugeschnitten und wir mussten "nur" noch nähen. Die Farben sind der Hammer, oder? Auf den fertigen Quilt darf an in jedem Fall gespannt sein



Samstag, 5. Juli 2014

Projekte, Projekte …

Ich kann gar nicht so viel nähen, wie ich Projekte im Kopf und wirklich zu tun habe. Zwei Bee-Aufgaben warten hier auf mich. Einen Quilt ligt zum quilten bereit und ein angefangenes Projekt ist nahezu soweit gequiltet zu werden. Dann habe ich neue Stoffe bekommen von denen ich zum Glück noch nicht weiß, was ich damit tun will und von den Ideen, die mir im Kopf rumsausen ist noch gar nicht geredet. Ich hoffe, das Wetter bleibt so "lala" und es ruft hier keiner nach mir, um rauszugehen. ich mag mich eingraben und nähen. Also, los geht's!




Zeit für ein Resümee

Wie schnell einen der Alltag immer wieder einholt. Diesen Post habe ich am Tag nach unserer Heimfahrt aus Lindau geschrieben aber ihn aus welchem Grund auch immer nicht abgeschickt. Und da ich meine Pilgerberichte vor allem als Tagebuch für mich wieder lesen möchte, soll dieser letzte hier nicht fehlen, bevor ich wieder zum Tagesgeschäft übergehe. und da wartet so Einiges! Hier also mein Post:

Ich bin zurück zu Hause. Egal, wohin ich fahre, ich komme immer wieder gern zurück. Gestern Nachmittag sind wir in den Zug von Lindau nach München gestiegen und waren 2 1/2 Stunden später am Hauptbahnhof. Ein letztes Mal den Rucksack Schultern und per U-Bahn zu unserer Wohnung. Ausgepackt habe ich erst heute früh, die Waschmaschine läuft. Aber es war ja doch recht überschaubar, was da an Wäsche zusammengekommen ist. Meine erste Einsicht lautet deshalb: Man kann mit verdammt wenig Zeug auskommen und es ist eine gute Erfahrung, sein ganzes Hab und Gut auf dem Buckel zu tragen. Da bleibt viel Raum für anderes. Meine zweite Einsicht ist mir die Wichtigste: Ich kann mir eine Menge zumuten! Ja, ich schaffe es körperliche Anstrengung zu überwinden und kann über meine Grenzen hinaus gehen ohne das es mir schadet. Ein "ich bin zu müde um noch ..." wird mir in Zukunft keine Ausrede sein, wenn ich will, kann ich.
Meine dritte Einsicht lautet aber auch: Kein Santiago für mich! Die Tage auf dem Münchner Jakobsweg waren toll, ich möchte sie nicht missen und freue mich den Weg gegangen zu sein. Einige Orte und Wege werde ich bestimmt noch einmal besuchen. Aber Pilgern und Spanien und ich, das passt nicht in einen Satz. Ich bekomme Sonnenbrand und Nesselallergie (fiese kleine rote Pünktchen an den Fesseln). Überhaupt bekomme ich geschwollene Fesseln und Mückenstiche. Ich bin ein Stadtmensch durch und durch. Wie sagt meine Tochter: "Ich möchte sehen, was ich atme!"

All das unterschreibe ich noch genau so, wie ich es vor 2 Wochen geschrieben habe. Je länger die Zeit zurück liegt um so erstaunlicher ist es mir, dass ich das wirklich gemacht habe. Und – und das ist neu – das war nicht meine letzte Pilgerreise. Es ist zu faszinierend, morgens aufzubrechen um Abends irgendwo anders anzukommen. Irgendwie hat sie mich doch gepackt, die Pilgerei!



Sonntag, 15. Juni 2014

Von Kempten nach Weitnau

Diese Strecke habe ich ein bisschen verdrängt. Und das obwohl wir uns Zeit für Kempten genommen haben und uns umschauen und einen Kaffee trinken konnten. Unseren Stempel haben wir uns in der St. Lorenz Kirche geholt. Beim reingehen sehen wir schon eine Bettlerin, die uns gleich anspricht und uns ein Foto zeigen will. Ich bitte sie zu warten, ich möchte zuerst in die Kirche und ein wenig zur Ruhe kommen. Beim hinausgehen spricht sie uns erneut an, allerdings ohne daß wir sie verstehen können. Auf dem Foto erkenne ich nun einen Sarg mit einem Toten drin. Wirklich wahr! Das war wohl ihr Mann! Ich gebe ihr 2 Euro und fange an zu schimpfen. Dass ich ihr schon gerne Geld gebe aber ihr Ding mit dem Toten unmöglich und würdelos finde. Ich kriege mich gar nicht wieder ein, so schlimm finde ich das. Ob sie mich verstanden hat? Ich glaube es nicht.

Unser Weg wird durch den späten Start sehr heiß und einer der anstrengendsten überhaupt. Wir gehen schweigend nebeneinander her und hängen unseren Gedanken nach. Alle viertel Stunde machen wir eine Trinkpause. Erst am späten Nachmittag erreichen wir Weitnau.
Da wir unsere Quartiere immer erst von unterwegs für 2 bis 3 Tage im voraus buchen, wissen wir nie genau was uns erwartet. Bislang haben wir immer Glück gehabt, aber dieses Mal nicht. Das Haus muss in den 60er Jahren das letzte Mal renoviert worden sein. Der Teppichboden wellt sich, es gibt ein Etagenbad, in dem die Wanne nicht benutzt werden darf (nicht dass ich dort hätte baden wollen). Wir gehen wieder und versuchen es auf gut Glück im zweiten Gasthof im Ort und bekommen ein Zimmer.  Kein Luxus, aber okay. Der selbst gemachte Apfelstrudel versöhnt uns allerdings. Trotzdem, wir gehen früh ins Bett und stehen noch früher auf, am nächsten Morgen. Nur weiter!

Von Simmerberg nach Lindau

Stell dir vor, du läufst von München zum Bodensee auf dem Jakobsweg. Du kommst zu deiner letzten Station und willst in die Kirche um dir den letzten Stempel in deinen Pass zu drücken - und die Kirche ist abgesperrt. Blöd, oder? Aber so ist es passiert! St. Verena (?) Oberhalb von Lindau. Da saßen wir nun mit unserem Rucksack vor der Kirche auf dem Friedhof und waren erst einmal fertig. Unten auf der Insel leuteten die Glocken. Nun, wo es Glocken gibt, ist eine Kirche und vielleicht ein Stempel! Also laden wir uns wieder unseren Rucksack auf und weiter geht's noch einmal 2 km hinunter auf die Insel Lindau. Und richtig. Wir bekommen unseren letzten Stempel und haben es geschafft! Nun wird es ein bisschen sentimental. Wir fallen uns in die Arme und beglückwünschen uns zu unserer Reise. Wir haben es tatsächlich geschafft.

Nach dem wir ein nettes Hotel mitten in der Altstadt gefunden haben, kaufen wir uns Haarkur und Bodylotion (wir sind ganz verrückt nach Haarkur und Bodylotion!) Zurück im Hotel beginnt die Rückverwandlung vom Pilger zum "Normalo". Das hat schon was! Wir suchen uns ein Lokal - ein Italiener soll es sein - und trinken Sprizz und essen und ergehen uns in "Weißt du noch ..." und "Das war doch als ..." bis wir müde ins Hotel zurückkehren und schlafen, schlafen, schlafen.