Sonntag, 31. Juli 2011

Ein bisschen neben der Spur

Irgendwie läufts gerade nicht rund bei mir! Ich habe ewig viel gearbeitet und sonst nicht viel geschafft. Und ich fühle mich nicht, wenn ich nicht zum Nähen komme, es ist wirklich so! Ich kann aufs Kino verzichten und auch aufs Treffen mit Freunden für eine Zeit lang aber nicht aufs Lesen und Nähen. Nach einiger Zeit geht es mir schlecht damit.

Ach, aber der wirkliche Grund für meinen Blues zur Zeit ist, das mein großes Mädchen auszieht. Sie hat endlich ein bezahlbares Zimmer gefunden, nicht leicht in München! Und ich freue mich so für sie. Aber trotzdem bin ich traurig, eine wunderschöne Zeit geht zu Ende. Vielleicht beginnt aber auch eine neue gute Zeit. Wir werden uns sehen, wir werden nicht mehr über Kleinigkeiten streiten, ach, es wird schon werden. Ich wünsche meiner Süßen alles Liebe auf der Welt.

Ein bisschen genäht habe ich am Wochenende zwischen Baumarkt und IKEA dann doch. Mein Juli-Block für den Bee Germany ist fertig geworden, gerade noch rechtzeitig. Wunderschöne Stoffe - aber was für ein Block! Ohne dieses Tutorial wäre ich verratzt gewesen. Danke Claudia! Allerdings ist mein Block nun wirklich nicht perfekt. Obwohl ich einen Probelauf gemacht habe, hätte ich viel mehr üben müssen!



Schön war dann der freie Block, den sich Julia auch noch gewünscht hat. ich habe ihn nach diesem Tutorial genäht habe. Das hat wundervoll funktioniert und ich werde es bestimmt noch mal für was Größeres einsetzen. Ich merke: All zu große Fummelei ist nichts für mich! Das ist ja auch eine Erkenntnis!

Kommentare:

  1. Ich mag die Stoffzusammenstellung von dem ersten weißen Kreiselstoff besonders gerne und man sieht den Blöcken auch keine Fehler an.
    Dieses wehmütige Loslassen von einem Lebensabschnitt kenne ich auch. Meine Tochter ist vor 6 Jahren ausgezogen, aber inzwischen finde ich die Tatsache, dass sie ihr eigenes Leben und ihre eigene Wohnung hat sehr gut: Viel, worüber ich mich unnötig aufregen würde, ist gar nicht mehr vor meinen Augen und das was vor meinen Augen ist, ist: "wie schön, dass wir uns mal wieder sehen, erzähl doch mal".

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  2. Auf´s Lesen und Nähen verzichte ich auch sehr ungerne und fühle mich dann genauso, wie du´s beschrieben hast.
    Meine Tochter wird morgen 18 und ihr Auszug steht noch nicht an, aber ich kann mir ungefähr vorstellen, was in dir vorgeht. Komisch - manchmal wünscht man sie zum Teufel, aber wenn sie dann ihre eignen Wege gehen, dann fühlt man sich irgendwie "zurückgelassen" - vermute ich. Aber letztendlich wird es dann so sein, wie Brigitte beschrieben hat - irgendwie tröstlich!

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  3. Ach je, du Arme! Der Auszug ist bestimmt ein großer Schritt für Euch beide.. Aber eben auch eine tolle Chance auf ein anderes, neues Verhältnis zueinander, das ja nochmal eine ganz andere Qualität haben kann. Und wenn ich mich recht an meinen eigenen Auszug erinnere, war da neben dem "jetzt beginnt mein eigenes Leben!" auch ein ganz ordentliches Maß an Wehmut und Unsicherheit, wie das denn nun ohne meine Eltern so wird.. Aufregende Zeiten. Genieße sie, so gut es geht und tu was für Dich!!
    Ganz viele liebe Grüße von
    Claudia

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  4. Auweh :( Meine sind ja noch klein, da dauert es noch ein wenig *gsd* aber das ist sicher eine Riesenumstellung. Darf ich Dir aber sagen, dass meine Mom und ich uns immer in den Haaren gelegen sind wegen jeder Kleinigkeit? Und das ist mit Auszug wirklich deutlich besser geworden :) (und ich hab meine Eltern anfangs sehr vermisst ;) - auch wenn ich das nicht gesagt hätte :) )

    Und jetzt: lies was oder näh wieder was :) Ich will weiterhin so wunderschöne Bilder sehen wie bisher (die Blöcke sind wieder toll geworden :) )

    Lg, Karin!

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  5. Vielen Dank für Eure lieben Kommentare, das hat mir geholfen. Heute früh war der Möbelwagen da und ich musste mein großes Kind trösten. Es fällt ihr so schwer wie mir, das ist gut so! Heute Abend essen wir alle gemeinsam, ich denke, dass wird ein Auszug in kleinen Schritten. Und wir schaffen das! Lieben Gruß Euch Allen!

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